37. Reisetag - Samstag, 27.01.2018 - San Francisco/Kalifornien/USA

 

Um 7:17, dem Zeitpunkt des Sonnenaufgangs näherten wir uns der Golden Gate Bridge, so war es geplant und so hat es der Kapitän genau getimet.

Allerdings wohnten wir diesem Ereignis nicht bei, denn Doris ging es seit gestern nicht so gut, unter anderem bevorzugte sie die Nähe der Porzellanabteilung.
Sie blieb den ganzen Tag mehr oder weniger im Bett, da es nicht viel besser wurde. Der Schiffsarzt diagnostizierte Seekrankheit, die allerdings auch weiter anhielt, als das Schiff bereits seit Stunden festgemacht hatte und völlig ruhig lag.

Ich ging also alleine auf Tour und hatte das Ziel "Haight Ashbury" im Visier. In diesem Stadtviertel war in den 1960er Jahren die Hochburg der Hippie- und Flower-Power-Bewegung gewesen. Hier fand 1967 der "Summer of Love" statt und hier sollte noch ein wenig der Hauch dieser Zeit spürbar sein.
Der Ausdruck Summer of Love (Sommer der Liebe) bezeichnet den Sommer des Jahres 1967, als die Hippiebewegung in den USA und speziell in San Francisco auf ihrem Höhepunkt angelangt war.

Allerderdings lag dieses nostalgische Ziel sehr weit vom Hafen entfernt, sodass man in die Geheimnisse des ÖPNV von Frisco eintauchen musste.

Die AMADEA lag an der Pier 27 und ich musste mich erst einmal auf einen gut 15-minütigen Fußweg zur Pier 1 aufmachen, denn dort fing die Market Street an, eine kilometerlange Geschäftsstraße. Und ab hier vekehrten die Busse.

 

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Parken an den Piers ist sehr sehr teuer ...

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... aber wenn man sich ein wenig umschaut ...

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... gibt es auch hier echte Schnäppchen.

 

Nach etlicher Fragerei wusste ich, dass man von hier mit der Buslinie Nummer 9 zur Powell Station kommen kann. An der Powell Station, so verriet mir der Stadtplan, befindet sich das "Visitor Information Center" von dem ich mir die Auskunft erhoffte, wie man nach Haight Ashbury gelangen kann. Ich bekam meine Auskunft und glücklicherweise gestaltete sich die Fahrt dorthin nicht allzu schwierig.

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Die Buslinien 6 oder 7 (elektrische Oberleitungsbusse) hatten ihre Haltestelle gleich um die Ecke und fuhren zu meinem gewünschten Ziel. Jetzt galt es nur noch, nicht in die falsche Richtung zu fahren und nach gut 20-minütiger Fahrt an der richtigen Station auszusteigen. Auch hierzu reichte mein einfaches Schulenglisch aus, um mich erfolgreich durchzufragen.

 

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An der Powell Station befindet sich auch die Drehscheibe für die Cable Car. Die Drehscheibe wird durch Muskelkraft bewegt.

 

In Haight Ashbury angekommen, erwartete mich in der Haight Street selbst ein kunterbuntes Sammelsurium von Geschäften, Cafés und Pinten, die sich alle bemühten, den Hippie-Zeitgeist irgendwie widerzuspiegeln. Natürlich gab es hier nur noch wenig Alternatives, sondern das Meiste war ganz klar dem touristischen Kommerz geschuldet, aber gefallen hat es mir dennoch sehr gut.

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Ich trieb mich hier mindestens 3 Stunden rum, kaufte mir ein völlig überteuertes Batik-T-Shirt und ein hölzernes Peace-Zeichen zum Umhängen (kann man vielleicht noch mal brauchen, wozu weiß ich allerdings noch nicht).

 

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Auf alle Fälle viele Farben.

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Es gab doch noch einige authentische Ecken hier im ehemaligen Hippie-Viertel

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Dieses Wandgemälde des Street-Art-Künstlers Mel Waters zeigt Jerry Garcia († 9. August 1995), den Gitarristen und Frontmann der Kult-Band Grateful Dead.

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Auf diesem Wandgemälde ist neben Jerry Garcia auch Janis Joplin und Jimi Hendrix abgebildet. Den Totenkopf findet man im Original auf dem Plattencover einer Grateful Dead LP aus dem Jahr 1971.

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Wie aus einer anderen Zeit ...

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Die Rückfahrt hätte sich eigentlich jetzt ganz einfach gestalten müssen, allerdings gab es ein kleines Problem. Der Fahrer machte eine Durchsage, die ich leider nicht verstanden habe, die aber eine gewisse Unruhe im Bus entstehen ließ. Den Grund bemerkte ich dann auch. Der Bus hatte seine Route verlassen. Er hätte jetzt eigentlich die Market Street entlang fahren müssen, fuhr aber die Mission Street entlang, sodass die Powell Station gar nicht mehr auf der Strecke lag. Anhand des Stadtplans sah ich, dass die Mission Street eine Parallelstraße zur Market Street ist. So wusste ich, wo ich in etwa aussteigen musste, um zu Fuß zu in wenigen Minuten zu der mir bekannten Powell Station zu gelangen.

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Jetzt erst erkannte ich schlagartig den Grund für die Umleitung. Eine riesige Demo von Abtreibungsgegnern, die die Market Street entlang Richtung Waterfront zogen, ließen keinen Busverkehr mehr zu. Auch "meine" Nummer 9 konnte hier nicht mehr fahren.

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Hatte ich mich heute früh noch über die vielen Polizisten gewundert, die überall in kleinen Gruppen rumstanden, war der Grund hierfür jetzt auch geklärt.

 

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Da ich im Gegensatz zu den Demonstranten den 2 Kilometer langen Weg bis zum Ende der Market Street nicht laufen wollte und ich außerdem das Thema Abtreibung etwas differenzierter sehe als die Demonstranten mit ihren platten Parolen, konnte ich mich also aus fußtechnischen und inhaltlichen Erwägungen der Demo leider nicht anschließen. So schlug ich mich von der Mission Street aus per Bus bis zum Pier 1 durch und legte dann nur noch den Weg von der Pier 1 zu unserer Pier 27 auf Schusters Rappen zurück.

 

 

38. Reisetag - Sonntag 28.01.2018 - San Francisco/Kalifornien/USA

 

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Doris geht es etwas besser und so machen wir uns am Morgen auf den Weg zur Pier 39. Dort befinden sich schwimmende hölzerne Plattformen, auf denen es sich unzählige Seelöwen mehr oder weniger bequem machen und dadurch Touristen in Scharen anlocken.

 

 

Seelöwengewimmel

 

Um die Pier 39 erstreckt sich Fischerman's Wharf, eine touristische Vergnügungsmeile mit Shops, Restaurants und Buden, die Süßigkeiten, Hot Dogs, Brezeln und ähnliches verkaufen. Man kann Fahrräder ausleihen und Tickets für Bootsfahrten zur Golden Gate Bridge und nach Alcatraz, der berühmt berüchtigten Gefängnisinsel, kaufen.

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Mindestens ein Foto von der Golden Gate Bridge und auch eines von ...

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... Alcatraz mit dem früheren Hochsicherheitsgefängnis muss sein.

 

Die Bootstouren sind der absolute Renner. Die Tickets besorgt man sich relativ schnell, aber dann bilden sich lange Schlangen vor den Bootsanlegern. Wir selbst hatten dieses Pflichtprogramm bereits in den 90er Jahren bei unserem damaligen Amerikatrip absolviert.

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Also mischen wir uns einfach in das muntere Treiben und sind selbstredend davon überzeugt, keine Souvenirs von San Francisco mehr zu brauchen.

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Wie die kleine Cable Car für den Weihnachtsbaum dann plötzlich in unseren Besitz gelangt ist und wo die 5 Dollar geblieben sind, die bis eben noch im Brustbeutel waren, ist uns völlig schleierhaft.

 

Um 13:00 Uhr legten wir ab, die Reiseleitung spendierte wieder mal Sekt, während eine kleine Auslaufparty auf dem Sonnendeck stattfand und die AMADEA unter der Golden Gate Bridge hindurch fuhr, Kurs Südwest, mit dem Ziel Hawaii, das wir erst in fünf Tagen erreichen werden.

 

 

39. Reisetag - Montag, 29.01.2018 - Seetag

 

Der heutige Seetag bietet Gelegenheit, mal über die Dreharbeiten für das Traumschiff zu schreiben.
Um als Statist mitwirken zu können, muss bzw. musste man ein dreistufiges Programm durchlaufen.

Schritt 1: Eintragen in eine Liste. Dadurch erhält man einige Tage vor dem eigentlichen Drehtag schriftlich die Information auf die Kabine, wann und wo welche Szenen mit Statistenbeteiligung gefilmt werden und wie die Statisten gekleidet sein sollen (Anreisekleidung, legere Bordkleidung oder Sportkleidung etc.).

Schritt 2: Wenn man auf der in Schritt 1 erwähnten Liste steht, darf man sich nun für eine (und nur eine) bestimmte Szene des Drehtages in eine weitere Liste eintragen.

Schritt 3: Man wird als Statist aus der Liste engagiert (ohne Gage). Nach welchen Kriterien die Auswahl der jeweiligen Bewerber erfolgt, ist mir nicht bekannt, da ich mich nur auf die Liste aus Schritt 1 eingetragen habe und auch nicht vorhabe, Schritt 2 zu vollziehen.

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Das Produktionsteam baut nun Unmengen von Technik auf, Scheinwerfer, Schienen für den Kamerawagen, Tontechnik, Stative, Requisiten. An einer Szene, die nur wenige Sekunden dauert, wurstelt man bis zu zwei Stunden. Statisten und Schauspieler verbringen die meiste Zeit mit Warten, während technische und wichtige oder eher bedeutungslose dramaturgische Details geklärt werden.

 

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Heide Keller alias "Beatrice" scheidet aus dem Traumschiff aus. Barbara Wussow, die ab sofort die Rolle der Chefstewardess übernimmt, wartet hier auf ihren Auftritt.
Sie gibt sich sehr locker den Zaungästen gegenüber.

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Die Zaungäste.

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An den Drehtagen steht dann in einem sehr weitläufigen Umkreis des  Drehorts - heute Vormittag war das der Rezeptionsbereich - jede Menge Zeugs des Filmteams herum. An manchen Ecken sieht es eher aus wie auf einer Baustelle als auf einem komfortablen Kreuzfahrtschiff.

 

Das hatten wir alles vorher schon gewusst, aber deswegen muss uns ja trotzdem nicht alles gefallen. Auf der einen Seite ist es hochinteressant, so einen Dreh hautnah mitzuerleben, aber in Summe ist es doch eher lästig, insbesondere wenn wegen der Dreharbeiten Plätze gesperrt werden, wo man sich selbst gerne mal aufhält, wie z.B. die Jupiterbar.

 

 

40. Reisetag - Dienstag 30.01.2018 - Seetag

Auch heute wurde wieder für das Traumschiff gedreht.

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Das (gesperrte) Promenadendeck
an einem Drehtag
Traum(schiff) ...

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Das Promenadendeck
im Normlzustand
... und Wirklichkeit

 

 

An willigen Statisten mangelt es nicht. Normalerweise erhalten Statisten ja für ihren Einsatz pro Drehtag "ein paar Groschen"  Honorar. Hier gibt es nichts. Im Gegenteil, die Komparsen opfern Stunden ihres Urlaubs, um einfach mal dabei zu sein.

Aus Sicht der Produktionsfirma ist es wohl so, dass sie den Tom Sawyer Effekt ausnutzen. In Mark Twains Roman hatte Tom Sawyer ja von seiner Tante Polly den Auftrag erhalten, den Gartenzaun zu streichen - eine lästige Arbeit. Es gelang ihm aber, seine Kumpels zu überzeugen, dass dies eine spannende Freizeitbeschäftigung sei und kassierte sie ab, damit sie auch einmal den Pinsel schwingen durften, während er es sich selbst gemütlich machte.

Man verstehe mich nicht falsch, die Leute haben ihren Spaß, haben zu Hause etwas zu erzählen und freuen sich, wenn sie sich im Dezember dann im Fernsehen sehen.

Also eine typische Win-Win-Situation zwischen Komparsen und Produktionsfirma.

 

41. Reisetag - Mittwoch 31.01.2018 - Seetag

 

Der Seetag verlief eigentlich absolut ereignislos, sodass ich der Bitte von Anton nachkomme und ein paar Worte über den Unterschied zwischen der AMADEA und der ARTANIA verliere.

Anton hatte nämlich ins Gästebuch geschrieben:

Hallo,
ich bin ja permanent als "blinder Passagier" mit dabei.
……..
Vielleicht gibt es mal die Gelegenheit ein paar Worte zum Schiffsleben AMADEA zu berichten.
Die ARTANIA kenne ich, gibt es signifikante Unterschiede im Schiffsalltag (Tagesprogramm, Tischzeiten, usw.)?
…………

Am einfachsten ist die Frage zum Tages­pro­gramm zu beantworten. Es werden Sport und Ani­mations­pro­gramme angeboten, an Seetagen gibt es vormittags ein Quiz und nachmittags wird Bingo gespielt, Lektoren halten Vorträge und abends finden Showprogramme statt. Es gibt hierbei keinerlei signifikanten Unterschiede.

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Golf und Seegang sind eigentlich kontraproduktiv. Man schlägt den Ball und kurz bevor er in das Loch kullert, sorgt bereits ein ganz leicht schwankendes Schiff dafür, dass der Ball zum Golfer zurück rollt oder plötzlich einen Bogen schlägt statt einzulochen.


Lediglich das Golfangebot gibt es bei der ARTANIA nicht, schließlich hat diese keinen Golfplatz. Wenn es nach mir ginge, würde man aus dem Golfplatz besser einen Biergarten machen. Leider hat mich noch niemand hierzu befragt.

 

Auch bei den Tischzeiten in den beiden Restaurants "Vier Jahreszeiten" und "Amadea" gibt es keine Unterschiede.

Frühstück von 8 - 10 Uhr
Mittagessen von 12:30 - 14 Uhr
Abendessen von 18 - 21 Uhr

Das Restaurant "AMADEA" entspricht dem "Lido" auf der ARTANIA. Auch hier kann man bei schönem Wetter zusätzlich draußen sitzen. Das Frühstück und das Mittagessen werden in Büffetform angeboten. Beim Abendessen gibt es allerdings einen gravierenden Unterschied. Hier wird auch im "AMADEA" das Abendessen  à la carte serviert.
Das finden wir nicht so prickelnd, da wir das Buffet bevorzugen, denn hier kann man Menge und Zusammenstellung selbst wählen.
Bei den servierten Menüs ist z. B. das Verhältnis Hauptbestandteil und "Sättigungsbeilage" gegenüber der gut bürgerlichen Küche manchmal recht abenteuerlich.

Beispiel 1: Rinderbraten mit Schupfnudeln: Normale Portion Fleisch und exakt 3 Schupfnudeln.

Beispiel 2: Schweizer Wurstsalat mit Bauernbrot: Ein riesiger Berg Wurstsalat und eine halbe Scheibe Brot (und die noch sehr klein).

Natürlich kann man beim Kellner alles und somit auch die Beilagen nachbestellen, aber das ist dann meist ein Problem des Timings. Während man auf zwei weitere Schupfnudeln hofft, werden das Fleisch und das Gemüse kalt.

Die Auswahl und Qualität der Speisen ist auf beiden Schiffen gleich, zumindest sind uns keine großen Unterschiede aufgefallen. Aber da wir unser Hauptaugenmerk auf die "normale" Kost legen, entgeht uns bei den Gourmet-Highlights vielleicht doch das ein oder andere Detail.

Die AMADEA ist viel kleiner als die ARTANIA, was Vor- und Nachteile hat. Die halb so große Passagieranzahl mit maximal 600 Gästen ist natürlich angenehm.  Das Platzangebot pro Passagier mag in etwa gleich sein.
Hingegen hat man auf der ARTANIA einen viel größeren "Auslauf" und mehr Möglichketen. Das stufenförmige Heck der ARTANIA mit den Außendecks, der große "Hof" mittschiffs - besser bekannt als Kopernikus Bar, die viel Platz für  Veranstaltungen und Events unter freiem Himmel bietet - sind natürlich Pfunde, mit der die ARTANIA wuchern kann.

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Auch die "Badewanne" auf Deck 8 der AMADEA kann nicht gegen die beiden Pools auf der ARTANIA anstinken.

 

Zusammenfassend kann man also feststellen, dass das Freizeitangebot und das Essen auf beiden Schiffen ähnlich ist, man auf der Artania aber mehr Möglichkeiten hat, wo man sein Hinterteil platzieren kann.

Wir sind jetzt zu der Überzeugung gekommen, dass die ARTANIA ein wenig die Nase vorn hat, aber ganz entscheidend für die Wahl des Schiffs ist die Route, die es fährt und da war diesmal die AMADEA der klare Sieger.

 

 

42. Reisetag - Donnerstag 01.02.2018 - Seetag

 

Nostalgie-Gala hieß die heutige Parole am Abend. Wer sich nostalgisch kleidete, wurde vom Bordfotografen kostenlos abgelichtet.

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Außer Essen und Sonnenuntergang gab es nichts Berichtenswertes - Urlaub eben.

Für das nostalgische Abendmenü wurde versprochen, dass man für dieses Mahl ganz viel Zeit zum Dinieren hätte und dem war auch so. 2­½ Stunden dauerte die Zeremonie. Aber da wir, wie der treue Leser bereits weiß, kulinarisch absolute Banausen sind, hätten wir gemäß Plan B (siehe Eintrag vom 23.1.2018) eine weitere Dose unserer mitgebrachten Wurst opfern müssen, da ja der Hamburger- und Schnitzelservice an Bord auf Grund der amerikanischen Hygienevorschriften immer noch eingestellt war. Deshalb entwickelten wir einen Plan C. Beim Frühstück entwendeten wir für unsere Abenddinner auf der Kabine nicht nur einige Scheiben Brot wie beim letzten Mal, sondern auch noch Käse und Wurst. Über das Frühstücksbuffet kann man wirklich nicht meckern.

 

 

43. Reisetag - Freitag, 02.02.2018 - Kahului/Insel Maui/Hawaii/USA

 

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Da wir erst um 14:00 Uhr in unserem ersten Hafen auf Hawaii ankommen sollten, war am Vormittag noch Zeit für einen Frühschoppen, der unter dem Motto "Es gibt kein Bier auf Hawaii" stand. Praktisch 2 ½ Stunden Happy Hour  (Bier zum halben Preis auf den hinteren Außendecks), Musik von unserem DUO V.I.P. und allerlei zum Essen (z. B. Hawaii-Burger).

 

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"Der Ort Kahului bietet dem Besucher nicht besonders viel", so war es wörtlich in der Landgangsbeschreibung zu lesen.

"Und deswegen waren wir jetzt 5 Tage auf See und haben 2026 Seemeilen (3733 Kilometer) zurückgelegt und bleiben auch noch zwei Tage hier." maulte ein Passagier.

 

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Die "Empfangshalle".


Nicht ganz zu Unrecht, wie sich noch herausstellte. Kahului ist ein Zielhafen, der sich durchaus für Ausflüge und Landschaftsfahrten anbietet, aber für "Freigänger", also Leute, die privat an Land gehen eher uninteressant ist. Es gab keinen Shuttlebusservice und wohin sollte man sich mit dem Taxi fahren lassen?

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Der Weg durch das Hafengelände, der ehemaligen deutsch-deutschen Zonengrenze nicht unähnlich.

 

Ich hatte mit dieser ganzen Problematik allerdings nichts am Hut. Denn als "Fußlahmer" , verzichtete ich auf den Landgang und blieb an Bord. Eine Entzündung am bzw. im Fuß forderte ein wenig Schonung.

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Doris steckte ihre Nase mal raus, aber mehr als über den Besuch einer Shopping-Mall konnte sie nach ihrer Rückkehr auch nicht berichten.

 

Der statt Landgang getätigte Besuch beim Schiffs-Dok war auch nicht dramatisch, 10 Tabletten gegen die Entzündung für die nächsten 3 Tage und damit sollte der Spuk vorbei sein. Um es vorwegzunehmen, die Prognose war zutreffend.

Der nächste Tag könnte etwas erlebnisreicher werden, denn es war ein Strandbesuch geplant.

 

44. Reisetag - Samstag, 03.02.2018 - Kahului/Insel Maui/Hawaii/USA

 

Treffpunk für den Transfer zum Strand war um 8:20 Uhr und mit dem Bus ging es zur Westküste. Nach einer knappen Stunde hatten wir das Ziel erreicht. Wir haben dabei die halbe Insel umfahren, was zeigt, dass sie nicht besonders groß ist, nämlich nur 65 Kilometer in der Länge und 42 Kilometer in der Breite.

Während der Fahrt konnten wir sehen, dass Kahului eine ganz normale amerikanische Stadt ist. Weit auseinander gezogene Einkaufszentren und Gewerbegebiete wechselten sich mit den Wohnvierteln mit den typischen eingeschossigen Häusern ab. Ohne Auto ist man hier aufgeschmissen.

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Unser Ziel war ein touristisches Zentrum mit großen Ressorts und Hotels und vor allem ein langgezogener sehr gepflegter Sandstrand.

 

Liegen und Sonnenschirme konnte man ausleihen, 15 $ pro Liege und 15 $ pro Schirm - 2 Liegen und ein Schirm also zusammen 45 $. Schluck!
Unter einem großen Baum gab es genügend Schatten, sodass man den Schirm schon mal sparen konnte. Und da wir auf den Liegen meist gar nicht liegen, sondern nur wie auf einer Bank darauf sitzen, brauchten wir auch nicht zwei, sondern kamen mit einer aus.

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Jetzt stand dem Badevergnügen eigentlich nur noch die starke Brandung im Weg. Wenn man im flachen Wasser von einer sich brechenden Welle erwischt wurde, fiel man erst einmal unweigerlich um, wurde dann zunächst wieder Richtung Strand gespült, um dann mit dem zurück fließenden Wasser jäh die Richtung zu ändern, um auf dem Bauch oder auf dem Rücken, je nachdem, wie man gefallen war, am Grund dorthin zurück­schrappte, wo man ursprünglich den Halt verloren hatte.
Man glaubt ja gar nicht, wohin der feine Sand am und im Körper überall hin gelangen kann.
Also empfahl es sich zu versuchen, zwischen zwei Wellen schon möglichst weit in tieferes Wasser zu kommen. Dort können einem die Wellen nichts mehr anhaben, sondern man wird lediglich sanft angehoben und wieder abgesenkt.
Bei der Rückkehr zum Strand ist die gleiche Taktik anzuwenden, wobei hierbei die Schwierigkeit besteht, dass man hinten keine Augen hat, um das drohende Unheil rechtzeitig kommen zu sehen.

Nach 3 Stunden Aufenthalt ging es wieder zurück zum Schiff.

Da das Buffetrestaurant mittlerweile geschlossen war und nur noch in den "Vier Jahreszeiten" serviert wurde, beschlossen wir, in die gestern von Doris erkundete Shopping Mall zu gehen, um dort bei "Pizza Hut" eine Pizza zu genießen.

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In einem riesigen Supermarkt konnten wir uns überzeugen, dass die Lebenshaltungskosten auf Hawaii sehr hoch sind. Aber für einen Coffee to Go und ein Cookie für jeden von uns hat es noch gereicht und wir nahmen an einem Tisch im Freien Platz und vertrödelten genussvoll den Nachmittag.

 

Um 17:00 Uhr legten wir ab, um die südlich gelegene Insel "Big Island" anzulaufen.

 

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Es gibt sehr wohl ...

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... Bier auf Hawaii.

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Ein Supermarktbesuch entlarvte endgültig...

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... Paul Kuhns Falschaussage.

 

45. Reisetag - Sonntag, 04.02.2018 - Hilo/Insel Big Island/Hawaii/USA

Hilo wurde von der Landgangsinformation ein wenig schmackhafter gemacht, als die letzte Destination Kahului, aber die netten Geschäfte und die pittoreske Markthalle sind sonntags geschlossen.

Auch hier hatten wir eine Ausflug gebucht: "Hawai'i Volcanoes-Nationalpark". Um 8.20 Uhr ging es wieder los; Das scheint wohl unsere Standarduhrzeit für Ausflüge zu werden. Eigentlich ist das viel zu früh, da wir morgens nicht hetzen wollen und wir uns vom Aufstehen bis zur Abmarschbereitschaft gute zwei Stunden Zeit lassen. Man kann sich leicht ausrechnen, wann wir da aufstehen mussten.

Unser erstes Ziel hatte mit Vulkanen erst mal gar nichts zu tun, nämlich der Besuch der Mauna Loa Macadamia Nut Corporation, einer Fabrik, die Macadamia-Nüsse verarbeitet. So etwas ist an einem Sonntag nicht prickelnd. Mit Nussfabriken haben wir irgendwie kein Glück. Am 21.4.2013 hatten wir in New Mangalore/Indien ebenfalls eine Nussfabrik besucht, ebenfalls an einem Sonntag und es war ebenfalls so "interessant" wie heute.

Aber es gibt ja ein zur Fabrik gehöriges Besucherzentrum. Das Besucherzentrum ist letztlich ein Shop, in dem es neben den verschiedenen Produkten aus Macadamia-Nüssen auch Souvenirs und Schmuck zu kaufen gibt.

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Doris als Perlentaucherin.

Auch uninteressant. Doch halt, in der erwähnten Schmuckabteilung konnte man für 15 $ eine Auster kaufen, die garantiert eine Perle enthalten sollte. Das Ganze war noch verbunden mit einer Rabattlotterie. Doris beschloss, dass sie so eine Perle haben möchte. Zunächst durfte sie ein Los ziehen und siehe da - 50% Rabatt. Sie suchte sich eine Auster aus, hätte sie auch selbst knacken dürfen, überließ das aber lieber der netten Dame hinter dem Tresen.
Diese Perlenaktion zum Schnäppchenpreis hatte natürlich einen tieferen Sinn. Es gab Ketten, Ohrringe und Ringe, in die man die selbstgefangene Perle hätte einfassen lassen können. Und hier wäre dann das eigentliche Geschäft gemacht worden, indem man einfachen Silberschmuck zu horrenden Preisen feil bot. Wir beließen es deshalb bei "Perle pur".

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Die Ausbeute.

 

Die Busfahrt ging weiter durch grüne üppige Vegetation zum Hauptziel, dem Hawai'i Volcanoes-Nationalpark. Hier konnten wir einen riesigen rauchenden Krater des Vulkans Kilauea erblicken. Kilauea bedeutet in der Sprache der Hawaiianer so viel wie spucken oder erbrechen. Dann kann man folgerichtig die umherliegenden Lavagesteine letztlich auch als Kotzbrocken bezeichnen.

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Man darf sich jetzt aber nicht vorstellen, dass hier brodelnde glühende Lava fließt. Es sieht eher aus wie ein Zwischending aus Braunkohle-Tagebau und rauchender Mülldeponie.

Glühende Lava tritt an verschiedenen Flanken des Vulkans aus. Dorthin gelangt man nur über Trekkingpfade und benötigt viel Zeit, die ein Kreuzfahrer auf einem Halbtagesausflug nun mal nicht hat.

Alternativ hätte ein Rundflug mit einem Hubschrauber einen Blick auf die glühende Lava erlaubt, was mit 400 Euro pro Person zu Buche geschlagen hätte.

 

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Im Jaggar Museum gab es viel zu entdecken.


Eindrucksvolle Fotos der Lavaströme und Wissenswertes rund um das Thema Vulkanismus gab es zumindest im nahegelegen Jaggar Museum. Thomas A. Jaggar war ein weltweit anerkannter Vulkanologe.

 

Auch hier verhinderte mal wieder die knappe Zeit des ausflügenden Kreuzfahrers eine intensivere Betrachtung der Exponate und Erklärungen, denn auf geht's zum nächsten Ziel, dem Lavatunnel "Thurston Lave Tube". Solche Tunnel entstehen, wenn bei einem Lavastrom die äußere Schicht erkaltet, während sie innen noch weiterabfließt.

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Der kurze Fußweg zum Tunneleingang führt durch eine "grüne Hölle". Der Tunnel selbst ist ca. 300 Meter lang und vom Ausgang führt der Weg zurück zum Bus. Innerhalb einer halben Stunde war auch dieses touristische Highlight abgehakt.

 

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Im Lavatunnel.

 

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Imposante Fotos von glühenden Lavaströmen gab es auch in der Kunstgalerie am Besucherzentrum zu sehen.

Ein letzter Stopp wurde am Besucherzentrum des Nationalparks eingelegt. Etwas abseits befindet sich ein uriges Atelier, in dem einheimische Künstler ihre Werke ausstellten und verkauften. Hier verbrachten wir die uns zugestandenen 30 Minuten.

 

Den Nachmittag bis zur Abfahrt um 17:00 Uhr verbrachten wir auf dem Schiff, da es sich, wie wir vom Bus aus sehen konnten, nicht lohnte, noch mal  raus zu gehen, um die Umgebung des Hafens zu erkunden.

 

46. Reisetag - Montag, 05.02.2018 - Honolulu/Insel O'ahu/Hawaii/USA

 

Bei Doris war eine Schraube locker.

Nein, nicht im Kopf, sondern an einem Zahn, genauer an einem Implantat. Die Schraube muss festgeschraubt werden, diese Übung wurde in Deutschland auch schon einmal praktiziert. Der Schiffsarzt hatte vergeblich versucht, bereits für letzten Freitag in Kahului einen Termin beim Zahnarzt zu organisieren.

Den heutigen Vormittag verbrachten wir mit Warten, ob es hier in Honolulu endlich mit einem Termin klappt. Wenn nicht, wäre das nicht so gut, denn für die morgen beginnende Überfahrt nach Japan werden wir volle 8 Tage brauchen.

Um 11:00 Uhr kam die Information, dass eine Praxis Doris und einem weiteren Mitreisenden eine Audienz gewährt.
Um halb zwei bestiegen wir, Doris, der andere Passagier und ich ein Taxi, das uns in einer 10-minütigen Fahrt zu einer großen und modernen Zahnarztpraxis kutschierte.
Ein kleines Problem gab es noch, weil Doris gerne eine Quittung wollte (für die Auslandskrankenkasse). Der Fahrer gab ihr ein Blankoformular, aber Doris ist in solchen Sachen sehr korrekt und bestand darauf, dass der Fahrer den Betrag einträgt und unterschreibt. Der Fahrer tobte wie weiland das HB-Männchen und der Kompromiss sah dann so aus, dass er unterschrieb, er aber Doris die Entscheidung überließ, 100, 200 oder 300 Dollar einzutragen. Die Fahrt hat übrigens 15 $  gekostet und so steht es jetzt auch auf dem Beleg.

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Der Empfang war in jeder Hinsicht sehenswert.

Die Praxis war super­modern, 10 Ka­binen mit je einem Zahnarzt­stuhl und mehreren Zahn­ärzten. Die beiden AMADEA-Patienten kamen sofort dran. Ich musste den anderen AMADEA-Passagier zu seinem Be­hand­lungs­stuhl begleiten und blieb auch dort, weil ich übersetzen musste. Er sprach kein Wort Englisch, was oft bei Leuten aus den neuen Bundesländern der Fall ist, weil sie in der Schule russisch als Fremdsprache gelernt haben.

Die Behandlung von Doris war nicht sehr erfolgreich. Der Zahnarzt empfahl eine neue Schraube einzusetzen, anstatt die alte einfach nur anzuziehen. Allerdings stellte sich heraus, dass eine passende Schraube gar nicht vorrätig war und die Versuche mit den 8 anderen vorhandenen Modellen schlugen alle fehl, weil keine so richtig passte. Also wurde die alte Schraube wieder eingesetzt und einfach nur, wie ursprünglich von Doris gefordert, angezogen.
Ob wir in Yokohama noch einmal einen Versuch wagen, ist noch offen. Aber dann hätten wir vorsorglich einen Zettel mit der technischen Spezifikation des Implantats nebst Schraube in der Tasche. Diese Infos haben wir uns mittlerweile aus Deutschland besorgt.

Für die Behandlung bzw. Fehlversuche musste Doris 110 $ berappen, ein Schnäppchen gegenüber meinem Schützling. Er musste 600 $ zahlen. Ihm wurde eine Brücke, die sich gelöst hatte, wieder einzementiert.

Wie wir später erfuhren, war das aber noch nicht die ganze Zeche. Phoenix wird Doris und dem anderen Patienten noch einmal je 130 $ in Rechnung stellen müssen, die unser Reiseveranstalter bereits an einen Vermittler, der den Termin organisiert hat, bezahlen musste. Auch wenn die Auslandskrankenversicherung diese Wuchergebühr bezahlt, haben wir uns über diese Abzockerei sehr geärgert.

Den weltberühmten Waikiki-Strand hatten wir bereits vor fünf Jahren besucht und uns gewundert, warum er ein touristisches Highlight sein soll. Es handelt sich um einen ganz gewöhnlichen schmalen Stadtstrand, nicht einmal besonders schön. Einen Wiederholungsbesuch erachteten wir für unnötig.

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Ein wenig Kultur lag dann doch auf dem Weg.
Die King Kamehameha Statue vor dem Justizpalast.

Also nutzen wir den Rest des Nachmittags für einen ordentlichen Fußmarsch vom Hafen nach Chinatown und der Downtown von Honolulu. Dort stöberten wir ein wenig in den Geschäften, denn andere touristische Aktivitäten waren hier fast gar nicht möglich.

 

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Auf dem Rückweg zum Schiff war es bereits dunkel.

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Der Aloha Tower am Abend.

 

 

47. Reisetag - Dienstag, 06.02.2018 - Honolulu/Insel O'ahu/Hawaii/USA

 

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Blick vom Aloha Tower.


Bevor die AMADEA um 12:00 Uhr Honolulu verlassen sollte, wollten wir den Vormittag nicht als Stubenhocker auf dem Schiff verbringen und zogen noch einmal los. Der Weg führte uns zum Aloha Tower, ein 10-geschossiger Uhrturm. Mit dem Fahrstuhl gelangten wir bequem auf die  Besucherplattform.

 

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An dieser Statue befand sich eine Tafel mit einer recht interessanten Inschrift über ein Lied, mit dem Freddy Quinn im Jahre 1962 in Deutschland einen Riesenhit gelandet hat, nämlich
Aloha oe, Aloha oe
Die Heimat der Matrosen ist die See. ...

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Dieses Lied stammt im Original aus Hawaii. Es wurde 1877 von Liliʻuokalani, der letzten Königin Hawaiis komponiert.
Mit einem Klick auf das Foto kann man die gesamte Inschrift ansehen.

 

In einem Geschäft kamen wir mit einer Verkäuferin ins Plaudern, die uns erzählte, dass sie deutsche Vorfahren habe und uns ein wenig über Deutschland ausfragte.

Und schon war der Vormittag rum und wir mussten zurück aufs Schiff.

8 volle Seetage liegen vor uns, genügend Zeit, die liegengebliebenen Blogarbeiten in Angriff zu nehmen.

 

 

 

Nicht nur die Hippies haben gekifft.
Auch der Erfinder dieses Liedtitels muss irgendetwas Bewusstseinserweiterndes geraucht haben.

 

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